Lehren
 
 

Nachfolge - Warum? Was bringt mir das?

(Mit 15 Jahren...)

Meine Träume:

  • Anerkannt sein
  • Irgendwo dazu gehören
  • Jemand Besonderer zu sein
  • Es allen mal zu zeigen
  • Was verändern

Wie sah die Realität aus?

  • Ich gehörte in der Klasse nirgendwo richtig dazu
  • In der Jugendarbeit lief ich oft meinen Geschwistern hinterher
  • In der Schule war ich grad mal Mittelmaß
  • Ist schon doof, wenn mal irgendwie alles ein bisschen kann.

Wem sollte ich also nachfolgen?

  • Meinen Geschwistern
  • Idolen aus dem Fernsehen
  • Dem Pastor in der Kirche
  • Gott

Wen hatte ich denn da?

Natürlich fand ich meine Geschwister cool, aber nur ab und zu und da sie 5-8 Jahre älter sind hieß es oft – da darfst du noch nicht mit, dass ist nichts für dich, du störst!

Idole – Total in war gerade die Neue Deutsche Welle – brech – deutsche Lieder – nä – ich fand englisch gesungene Lieder viel besser.

Klasse fand ich natürlich Fußballspieler – aber ich selbst war ja eher ein Fußballgucker und kein Spieler – Mädels mit Brille hatten immer einen klaren Nachteil beim Fußball, vor allem wenn sie im Tor stehen.

Den Pastor in meiner Gemeinde konnte ich absolut nicht leiden.
Wenn der manchmal predigte, fühlte ich mich oft wie ein kleiner Wurm, der vor Gott sowieso alles verkehrt macht.

Tja, und da war eben Gott!
Ihm Nachfolgen?

Jeden Sonntag in die Kirche latschen fand ich ja schon mega öde – ich ging nur hin, weil ich musste und weil ich da Freunde traf und man sich oft für den Nachmittag verabredete.

Dann fuhr meine Mutter auf ein frommes Wochenende und kam total begeistert wieder – sie schickte meine Geschwister zu einem ähnlichen Wochenende und auch die kamen begeistert wieder.

Und da saß ich nun und machte mir Gedanken über Gott?

Wer war er für mich?

Wenn ich ehrlich war hatte ich Angst vor ihm. All die Gebote und Gesetze. Du darfst – du darfst nicht.
Seine Maßstäbe waren einfach zu hoch, die würd ich nie erfüllen (wer wollte schon so ein komischer Heiliger werden.)
Außerdem ist Gott so weit weg und hat an mir Durchschnittsmensch – der nichts besonderes leistet sowieso kein Interesse
Wollt ich mit dem was zu tun haben? Nicht wirklich!
Aber dann ging ich doch mal zu einem dieser besonderen Gottesdienste, von dem mir alle erzählten.

Dort erzählten mir im Gottesdienst ganz „normale" Leute, dass Jesus für sie ein Freund sei. Ein Helfer, der ganz konkret da ist – mit dem man reden kann. Der die Menschen so liebt wie sie sind.

Nun war ich mächtig verwirrt. Sollte ich das glauben?
Ist Gott so richtig erlebbar? Konnte man wirklich was mit ihm erleben?
Oder sind die alle nur total abgehoben?
In meinem Leben war Gott nicht wirklich erlebbar.
Aber ich musste zugeben, das fand ich total spannende was die Leute mir da alles erzählten.

Sollte das echt sein?
Irgendwie spürte ich, so glauben möchte ich ja eigentlich gerne.

Aber könnte ich das?
Was würde ich alles aufgeben?
Da mich das nicht losließ beschloss ich auch zu so einem Jugendwochenende zu fahren.

Und ich saß da nur und kam aus dem Staunen nicht mehr raus.
Hier gab es Lieder – die Spaß machten.
Hier erzählten dir Leute, wie glauben für sie aussieht.
...

Hier las ich einen Psalm, der für mich noch heute einer der wichtigsten in der Bibel ist:

„Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge - du, Herr, kennst es bereits.
Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.
Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen.
Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken, statt Licht soll Nacht mich umgeben»,
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie Licht.
Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war."
Psalm 139

So fuhr ich wieder nach Hause – besorgte mir ne Bibel – fing an zu lesen. Ich spielte auf der Gitarre die Lieder nach. Ich versuchte mit Gott zu reden.

Was hat mir das gebracht IHM zu folgen?
Heute kann ich sagen:

  • Ich hab einen Job gefunden, in dem ich anerkannt und einfach gut bin *grins*
  • Ich habe viele Freunde gefunden und einen Platz wo ich hingehöre
  • Ich hab festgestellt, dass ich Besonders bin
  • Ich kann Dinge verändern/bewirken
  • Ich hab bis jetzt schon viele spannende Erfahrungen mit Gott gemacht z.B. mal 2 Jahre für Ihn in Brasilien zu arbeiten.

Ihm Nachzufolgen war für mich die Beste Entscheidung meines Lebens.

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